Sonntag, 27. Januar 2013

Tag 35: Shrine and Shrine and Shrine and Shrine....

Da sind wir also wieder, zeitig aufgestanden und los gehts.
Hier ein Gruppenfoto für euch mit ein paar ausgewählten internationalen Studenten. Der Grundkern bleibt eben immer treu.
Die Suche begann mit einer neuen Shrine-Erkundigung. Fragt mich bitte nicht wie dieser denn heißt. Letzendlich wisst ihr ja doch nicht wovon ich rede :P



Diese Steinlaternen werden an heiligen Orten immer wieder verwendet. Als Wegweiser oder auch einfach als sinnliche Beleuchtung im Bereich des Betens.









Kleine selbstgemachte Männchen oder auch eine kleine Holzarmee genannt, beschützt den Shrine. Niedlich, nicht wahr?=)




Im Hintergrund befand sich ein wunderschöner Bambuswald. Immer wieder suchen heilige Anlagen diese versteckten Plätze auf um einen Shrine zu errichten. Wahlich schön:)
Es war zwar schon Mitte Oktober, aber mit 25°immer noch extrem warm=)
Den Bambuswald hab ich mir dann gleich mal für ein paar eigene Bilder geschnappt:P
Diese niedlichen Tierchen (Gottesanbeterin) findet man überall. Man muss echt aufpassen, dass man nicht versehentlich eines zerquetscht.
In den Sommermonaten begibt sich ganz Japan zu einem der vielen Bergen, die dieses Zeichen tragen. es wird durch Feuer eingebrannt. Das Volk sucht diesen Platz auf, um an besonders wichtige Menschen in seinem Leben zu denken, die ihr Leben verloren haben. Währenddessen laufen sie den Weg des Zeichens ab.
Auf dem Weg zurück zu den Fahrrädern, hörten wir laute Geräusche.
An diesem Tag fand ein besonderes Fest statt. Übersetzt: Das Feuer-Fest.Wir begegneten Gruppen, Junger und älterer Generationen, die voller Freude getanzt und gesungen haben. Und wie es bei Ritualen so üblich ist wir immer ein Shrinealtar von einem Platz zum anderen getragen.

Nach dem Besuch des Shrines auf dem Berg, ging es zu einem weiteren.
Ein Heian Shrine. Aus der Zeit des Heian. Groß, gewaltig und mit seiner leuchtenden Farbe sprang er uns manifestierend ins Auge.
Wunderschöne Architektur konnte man hier erkennen. Ich bin überzeugt, dass auch vor vielen vielen Jahren die Japaner schon mehr von Architektur und Design verstanden haben, als wir Deutschen:)
Auf dem Weg zurück zum Marikoji hielten wir noch für einen kurzen Moment am Kamo( Kamogawa-River) an. Perfekt spiegelte sich die untergehende Sonne im Wasser. Es war eine wirklich tolle Atmosphäre und somit auch mein erster offizieller Besuch des Kamos. Dieser Fluss ist sehr wichtig für Kyoto aufgrunddessen sich die Stadt einst als Hauptstadt ausweisen konnte.
Durch eine Reihe hinternanderliegender Steine, konnte man an die andere Seite des Ufers gelangen. Sehr tief ist das Wasser hier ja nicht, auch wenn man einen Stein mal nicht erreichen sollte und herunterfällt, ist dies kein Drama:)
Auf der anderen Seite angekommen ließ uns der Menschenstrom zum Gionquartier leiten. Wunderschön beleuchtet ließen wir uns willkommen heißen.
Nur ein paar wenige Minuten später, machte ich die erste Geisha(Vordergrund) mit ihrem Lehrling der Maiko (Hintergrund) ausfindig. Leider waren sie so schnell, dass ich nur dieses eine Bild machen konnte. Nicht sehr häufig sind sie öffentlich noch sichtbar. Ich war gebannt und fasziniert. Also gibt es sie wirklich und nicht nur im Film. Eine sehr interressante Reise in ein komplett anderes Leben.
Für das heutige Fest gibt es eine spezielle Kleiderordnung. Um auch mit dazuzugehören, ließ ich mich nicht lange bitten und zog die Feuer-Fest-Robe an. Nun war ich auch eine öffentlich zelebrierende Angehörige!
Am Abend machten wir uns auf den Weg zu einem kleinen Dorf namens Kurama, weit oben in den Bergen Kitayamas. Es ist das meist bekannteste Dorf für das Feuer-Fest(Kurama Matsuri). Natürlich durften wir das nicht verpassen, was auch viele andere dachten. Als wir dort ankamen war die Hölle los. Eine reinste Menschenmasse(12000). Viele verkleidet in Samuraikostümen. Hier wird das Fest noch ganz traditionell so gefeiert, wie es auch vor hunderten Jahren gefeiert wurde.
Überall brannte lichterloh das Feuer, jeder veranstaltete ein Lagerfeuer vor dem Haus.
Das Hauptfeuer, welches ungefähr 6m hoch brannte, befand sich vor dem Shrine. Eine große Gruppe Verkleideter, brachten den Shrinealtar von dort Richtung Süden. Die ganze Feier hat damit zu tun, dass dieses kleine Dorf von den Wäldern existieren und leben kann. Mit der Feier möchten sie dieses bestätigen. Ein sogesagter Reichtum, da sie ja genug Holz haben.
Man bekam Fackeln in die Hand gedrückt und folgte dann der Massenparode bis zum südlichen Punkt des Dorfes. Hier wurden riesiege Bambuswedel entzündet.
Die Samurai verkleideten liefen so lange um das Feuer herum, bis sie zum Mittelpunkt abgebrannt waren. Danach fanden alle am neuen Bereich des Shrinealtars Platz und sangen komische Worte. Danach sprangen sie von dem Podest herunter.
Somit war das Fest offiziell beendet.


Dieser Tag war perfekt, ich war zeitweise echt nervös, was passieren mag. Ich bin weiterhin sehr interressiert, welche Feste noch auf mich zukommen mögen:)

Sonntag, 20. Januar 2013

Tag 32: Besuch des Shimogamo Shrines in Kyoto

An diesem Tag entschieden die 2 Französinnen und ich einen Shrine ganz in der Nähe des Marikoujis zu besuchen. Er befindet sich direkt an dem Platz wo sich der große Kamogawa-Fluss in 2 verschiedene Richtungen abzweigt. Mit einem langgezogenen Waldstück Richtung Norden, liegt der Shimogamo Shrine am obersten Punkt.


Die Dächer der ganzen Anlage bestehen aus Reet, wie man sie auch im hohen Norden Deutschlands ausfindig macht.
Sehr detailliert fand ich diese vergoldeten Laternen am Dachrand des Shrine-Gebäudes herabhängen.

Die vielen Gesichter die ihr hier erkennt sind Selbstportraits, wie auch schon an vielen anderen Anlagen ausfindig gemacht, wird hier sein eigener Wunsch aufgeschrieben mit
Hoffnung auf Erfüllung.
Ein kleiner Fluß umgab den Shrinekomplex und versorgt die dort nötigen Arbeiter mit Wasser.
  Ein sogenanter ''Hawaiirock'' aus Bambus, hindert die wildlebenden Tiere daran, die alten Bäume zu
  zerstören.
Eingangsportal
Strohdach
 Leider kann ich euch nicht sagen, welchen Namen diese Pflanze hat, doch sieht sie wunderschön aus, hatte einen fruchtigen Duft und fühlte sich an wie Moosgummi.

Abtrennung/Sichtschutz aus Naturmaterialien (Stroh mit Holz fixiert)
Jedes Mal ein Bild wert ist der Bereich des Säuberns. Durch Stein wird das Wasser in einer Art Tränke gehalten. Im Kreislauf läuft dann das gesäuberte Wasser durch das Bambusrohr hindurch, mit dem man sich vor Betreten des Shrines säubert.




Samstag, 12. Januar 2013

Chanti meldet sich zurück.

Nach der Beschaffungsmaßnahme: ein neuer Laptop muss ran, tauche ich nun unter den Vergessenen wieder auf. Ich hoffe ihr werdet mich auch weiterhin fleißig verfolgen. Viel ist passiert, es wird eine Weile dauern bis ich den heutigen Tag aufgeholt habe. Seid lieb gegrüßt und geküsst. Achja ein frohes neues Jahr wünsche ich euch allen noch!!!

in love Chanti

Montag, 8. Oktober 2012

Tag 29: 30 km Fahrradtour

Eigentlich wollten wir (Fransösin+2Finnen+Ich) eine ganz normale Fahrt zu einem nahegelegenen Tempel machen, doch was dann daraus geworden ist hat mich selbst etwas überrascht;)
Los gings um 12:30 Uhr. Ziel war der Shoren-In Tempel. Unglücklicherweise haben wir bei der Kreuzung den Weg, der zum Tempel führen würde verpasst. Da wir nun schon auf dem Weg waren suchten wir uns den nächstbesten Tempel aus (Kyoto hat ja genug davon;))und machten uns auf den Weg. Leider steht auf der Karte aber nicht geschrieben, dass er sich weit weit oben auf einem Berg befindet...also wir mit unseren Radls ruff da (3 Gänge!). Oben angekommen hatten wir diesen wunderschönen Blick, aber ein Tempel war weit und breit nicht zu sehen...


Weiter ging es noch ca. 15 Minuten bis wir auf das Agon-shu Buddist Association Building stießen.


Schön war es ja=) Nachdem wir dieses Gebäude verließen ging es noch etwas weiter den Berg hinauf bis wir auf einen kleinen Schrein gestoßen sind, von dem man auch einen schönen Blick auf Kyoto hatte und seinen Tower.


 Der Schrein war zwar klein und im Grünen versteckt, jedoch besaß er einen Raum, indem eine große eiserne Glocke hing.


Ein Finne musste uns dann verlassen, also  waren wir nur noch zu 3. Es blieb die Wahl nach einem weiteren Tempel ausschau zu halten, oder zu einem Shop zu fahren, der Second-hand Sachen ankauft und verkauft. Wir entschieden uns für die 2. Variante und machten uns auf den Weg. Vorbei an lustigen Äffchen, die die Straße absprerrten.


Am Anfang hieß es, es seien nur 5 km, nachdem wir allerdings 1,5 Std auf dem Sattel saßen glaubte ich ganz fest daran, dass das gelogen war;) Wir kamen aber an und es war wirklich riesig groß. Vom Reiskocher über Keybord bis zum Staubsauger, alles war vorhanden und das echt in 5 facher Ausführung. Wohl ein sehr begehrter Laden. Ich entschied mich meinerseits für einen Föhn, weil der meine leider den Geist aufgegeben hat=(
Auf dem Rückweg fuhren wir noch an einer 4-stöckigen Pagode vorbei.
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Tag 27-28: Einweisung und Disaster Drill

In diesen Tagen habe ich neue tolle Leute kennen gelernt. Wir waren sehr viel unterwegs, weshalb meine Blogeinträger auch sehr auf sich warten lassen haben.
Doch war das Sapporo-Bier, der Sake oder Plum-Wein eine Nummer wichtiger;)
Nachdem alle weiteren Formalitäten für die Uni erledigt und beseitigt wurden, gab es einen Orientationtag in unserem Wohnheim. Wir wurden regelrecht darauf gedrillt, wie wir uns verhalte müssen, wenn ein Feuer ausbricht, wo wir welche Utensilien im Gebäude finden oder was zu tun ist, wenn ein Erbeben vorbeihuscht.
Also in Japan läuft das so ab: Kyotos Feuerwehr ist extra für uns ausgerücktund war vor Ort mit einem riesen großen Fahrzeug. Sie haben zig Feuerlöscher mit Wasser gefüllt. Jeden von uns 42 Insassen musste einmal an die Wand sprühen, das gleiche galt für den Wasserschlauch.
Als nächstes haben sie einen Raum in Rauch angesteckt um es bestmöglich zu animieren...?? In dem Raum stand ein Feuerwehrmann mit Gasmaske. Wir sollten von außen herein, auf die Knie fallen und ihn finden. (wahnsinn!!)
Das nächste war dann die Erdbebensimulation bis Stärke 8. Die haben einen riesen großen Anhänger hertransportiert und sich die Mühe gemacht uns das simuliert erleben zu lassen. In diesem Anhänger war eine Seite geöffnet. Es standen ein Tisch und 4 Stühle drin. Immer 4 von uns mussten hinein. Dann hat ein Bediensteter das Beben aufgedreht auf Stärke 8!(Bitte lasst mich das nicht erleben!!!) Der Wagen hat sich unter anderem waagerecht 1-2m verschoben und währenddessen mussten wir unter den Tisch krabbeln und warten bis das Beben vorbei ist.
Das war alles so wahnsinnig wahrheitsgetreu. Wiedermal sind die Japaner mit vollem Herz und Ernst dabei. Natürlich gabs dann nochmal eine Wiederbelebungsübung für den Ernstfall=)
Danach eine Unterrichtsstunde über das Fahrradfahren, denn ganz Kyoto fährt Fahrrad. Die Stadt ist komplett eben und schachbrettartig aufgebaut, was es sehr einfach macht mit dem Fahrrad von A nach b zu kommen.
Am Ende gab es ein Abschiedsessen und das sah so aus:











Tag 26: Broooooooooooooot!!!

Unglaublich aber wahr. Durch aufwendiges googlen und Ausfindig machen, habe ich ein Café namens Infinity gefunden.


Und was gibt es hier? Das beste Brot seit einem Monat!!Fantastisch.Abgeschieden zwischen kleinen Gassen säumte ein grüner Streifen den Weg zu einem kleinen bescheidenen Ryokan. Dort bereitet ein japanischer Bäckermeister gemeinsam mit seiner Frau seit Jahren deutsches Brot zu. Unverwechselbar gut.




 mhhhh...lecker!!!