Montag, 17. September 2012

Tag 8: Der Nikko-Tempel, eine aufregende Fahrt im Shinkansen und die Wiederkehr in die vertraute Gegend

Boah eine Woche ist nun schon rum, seit dem ich zum ersten Mal japanischen Boden betreten habe.
Die Zeit vergeht wie im Fluge, wenn das so weitergeht bin ich ja gleich schon wieder zu Hause :D
Das geht mir eindeutig zu schnell, aber ich vermiss euch <3


Gestern Nacht hatte ich einen komischen Traum. Ich hatte das Gefühl ein Erdbeben gespürt zu haben. Ob das nun ein Traum oder Wahrheit war, konnte ich bis jetzt leider noch nicht herausfinden. Aber desweiteren muss ich mich darauf wohl gefasst machen, wenn ich an den Ort gehe, der am meisten von Erdplattenverschiebungen betroffen ist...:/
Der Tag began trotzdem ganz angenehm. Ich musste um 7 Uhr auschecken, war aber auch nicht übermüdet=)
Um meinen Shinkansen pünktlich zu erreichen, machte ich mich schnellstens, samt Sack und Pack und einen Zimmergenossen aus Canada der ebenfalls auf der Weiterreise war, Richtung Tokyo Station.
Hier hat sich mal wieder bestätigt wie unglaublich pünktlich(auf die Sekunde) der japanische öffentliche Verkehr ist. Da kann sich Deutschland ungemein mal eine Scheibe von abschneiden.
Richtung Nikko-Tempel ging es mit dem Shinkansen nach Utsunomiya und danach mit der hauseigenen Bahn zum Nikko-Tempel.
Allein für die Fahrt dorthin, hat sich die viele Zeit schon gelohnt, denn es ging durch Reisfelder, durch Wälder und durch wunderschöne Landschaft bei der man die japanischen Alpen schön begutachten konnte.



Dort angekommen ging es dann mit dem Bus hinauf zur Tempelanlage. Wunderschön gelegen ist der Schrein-Komplex auf einem Berg von Zedern umwaldet. 7 Stunden habe ich dort verbracht. Es war so schön hergerichtet, punkvoll, ausgiebig verziert, aufwendige Details und so viel wertvolles Gold, welches dann auch den Reichtum des Tokugawa-Klans wiederspiegelte.








Und dann hat es angefangen zu regnen. Das erste mal, seit dem ich hier bin und dann auch noch so richtig. Natürlich hatte ich keinen Schirm dabei...
Ich machte mich also die 1,8 km zurück auf den Weg zur Nikko-Bahn (laufend, denn die Bushaltestelle auf der gegenüberliegenden Seite war wie vom Erdbogen verschluckt). Ging vorbei an vielen Souvenierläden, (von denen Japan wirklich Unmassen besitzt, selbst in dem Tempel drinnen werden diese aufgebaut!!) in einen Shop um mir etwas Wasser zu kaufen. Wieder stand da hinter der Theke eine nette alte japanische Dame, die mich ansah und sagte dass ich nass sei.(wie sie nur darauf kam?..) Ich fragte sie nach einem ''kassa'', was auf deutsch Regenschirm bedeutet. Wie es auch anders hätte sein sollen hatte sie natürlich ganz zufällig keinen in ihrem kleinen Lebensmittelladen vorhanden. Wies mich aber darauf hin zu warten und verschwand im Kabuff. Sie kam zurück mit 3 verschiedenen Arten von Regenschirmen. Einer sah aus wie gespannte Frischhaltefolie, der andere hatte quietschbunte Blumen darauf, welcher sich mit meinem leicht geblümten Schal nicht vertrug, so blieb mir noch der schlichte grüne kassa. Den ich dankend annahm und sie partout kein Geld dafür haben wollte. Wiedermal ist die Höflichkeit der Japaner bestätigt worden. ich fange an das Land zu lieben.
Am unteren Ende des Berges angelangt, überquerte ich eine rote Brücke, die so genannte Shinkyo-bridge, welches früher die einzige Möglichkeit gewesen ist die Tempelanlage zu erreichen.
Einfach perfekt, wie gemalt passte sie in die Landschaft , dort hielt ich noch ein wenig inne, bis ich die Heimkehr nach Osaka antrat.


Nun zeig ich euch mal noch ein Bild von einem Shinkansen, mit dem ich gefahren bin. Sieht schon ziemlich abgespaced aus;)


Morgen werde ich mich auf den Weg nach Kyoto machen, um den Moostempel etwas außerhalb in einer Dschungelgegend zu besichtigen und natürlich um einen Blick auf meine zukünftige Heimat für ein halbes Jahr zu erhaschen.


Ich wünsche euch eine gute Nacht
Küsschen



Sonntag, 16. September 2012

Tag 4-7: Das stürmische Leben in Tokyo

Nach 8:25 Std Fahrt und keiner Sekunde Schlaf in einem Nachtbus, der alle 2 Stunden hielt und lautschtarke Haltedurchsagen in das Mikrofon schrie, bin ich immernoch erstaunt, dass jeder Rastplatz an dem wir hielten einem Shoppingcenter glich.
Riesig große Aufenthaltsbereiche, mindestens 50 Toiletten, zu kaufen gab es, was das Herz begehrt und das alles bei einer unglaublichen Sauberkeit, das ist wirklich unvorstellbar!

Angekommen in Tokyo, stand ich doch gleich wieder der ersten Herausvorderung parat: Hostel finden und damit ihr mal einen kleinen Geschmack bekommt und euch nicht wundert, warum ich da jedesmal wieder mit anfange und vom neuen staune, dass ich es zum Hostel geschafft habe, hier mal die Metro-Lines.



Wohlbemerkt, dies sind ausschließlich die Metro lines!!! Es gibt noch extra Karten für die Schnellzüge, für den Shinkansen (400kmh), Regionalbahnen, oder Expresszüge...okay die sind ja diesmal wenigstens in lateinischer Schrift, da habe ich wohl etwas überreagiert :o

Nachdem ich mich dann nach 10x durchfragen in meinem Hostel befand und feststellte, dass ich noch eine Stunden warten muss bis die Rezeption geöffnet hat, setzte ich mich auf die Treppe und versuchte ein paar Minuten Schlaf wieder einzuholen, gleich einem Japaner für den wohl auch jede Möglichkeit um Schlaf nachzuholen komfortabel wäre=)

Nachdem alle formellen Dinge erledigt waren, ich mein Bett gefunden hatte(samt Schlaf nachzuholen), lernte ich viele neue Leute kennen.
Da wir beim einchecken ein Freigetränk erhielten, wurde dies auch gleich ein paar Stunden später an der Hostelbar für ein landestypischen süßen Reiswein eingetauscht, der mich übrigends sehr überzeugt hat mhhh...



Dieser Abend war nicht lang, denn am nächsten Tag habe ich bereits den Tag mit Christoph aus Hamburg verplant, denn es ging iiiiiiiiiiiiiiiiiins Tokyo Disneyland!!!!





Was gibt es zu sagen. Ich wollte da schon immermal hin und dieser Punkt ist jetzt abgehakt, aber ganz ehrlich es hat mich jetzt nicht total von den Socken gehauen. Es ist doch eher für Kinder ausgelegt. Das DisneylandSea, welches direkt nebenan gebaut ist und am Tag wie in der Nacht Shows im Wasser und am Land anbietet, würde mich nun im nachhinein mehr reizen, aber es war mir dann doch einfach zu teuer um beides anzusehen.
Am Abend bin ich noch etwas auf die Straße vor dem Hostel gegangen, denn es war ein Tag vor Herbstanfang, welcher hier in Japan und besonders in Asakusa(Asaksa gesprochen) groß und pompös gefeiert wird.
Der Schrein, welcher das ganze Jahr über verschlossen ist, kommt an diesem Tag zur Geltung.
Da Japan dieses Jahr einen sehr heißen Sommer hatte und gute Ernte eingefangen hat, dankt das Volk vor diesem Schrein mit Opfergaben wie Gemüse, Getreide oder Obst. Geschmückt wird das ganze dann mit Papierfächern, Figuren oder Sonstigem. Gefeiert wird auf der Straße mit selbstgemachten Backwaren, Laternen die über die ganze Straße verteilt werden und natürlich darf auch Karaoke nicht fehlen. Gekleidet sind die meisten Leute dann in einer feierlichen Tracht, die dem Kimono sehr nahe kommt, aber ein wenig kürzer ist.


Ich muss sagen es war sehr nett und laut. So wie Tokyo eben ist, aber es passt einfach!

Für heute hatte ich mir vorgenommen mir Tokyo näher anzuschauen, in die Stadt zu laufen und Tempel zu besichtigen. Da ich mit der Zeit und Tagesordnung in meinem Kopf etwas hinterherhänge, bin ich nicht davon ausgegangen, dass Sonntag ist und halb Tokyo ebenso wie ich auf Achse um die Stadt zu besichtigen. 
Das ist typisch für Japaner. Eigentlich haben sie nie frei, denn wenn sie nicht arbeiten, reisen sie in ihrem eigenen Land oder sogar Stadt umher. Soviel also zum Thema ein Bild von dem größten Schrein Tokyos (senj temple tokyo) zu erhaschen, ohne dass auch nur ein Mensch sich darauf befindet.
Nungut der Schrein ist der wahnsinn. Er ist riesig beginnt mit einem großen Tor, fortlaufend gelangt man über eine Meterlange Schneise zum Tempel. Die Schneise war gefüllt mit Menschenmassen. Alle 3 Meter befand sich auf beiden Seiten ein neuer Shop,Restaurant oder eine Nische zu der man in eine Spa gelangt?!Einfach unglaublich.





Mein persönlicher Fazit von Tokyo ist, dass es eine unglaublich große und laute Stadt ist, überlaufen durch Menschenmassen, in der Nacht genauso hell wie am Tag durch die vielen Neonbanner an den Fassaden. Es gibt wirklich viel zu sehen. Um das zu schaffen, sollte ich auf jedenfall noch ein 2. Mal vorbeischauen um vorallem bei der weltbekanntesten Fischversteigerung mit dabeizusein, doch um 4 Uhr aufstehen war in den 4 Tagen einfach nicht drin =)
Eines bleibt aber noch zu sagen...in den 4 Tagen die ich hier war, lag die Durchschnittstemperatur bei 38°C und mind. 80% Luftfeuchtigkeit. Kaum auszuhalten, aber ich komme trotzdem sehr gerne wieder!

Nun zum Schluss noch ein Bild am Tag und bei Nacht von dem Skytree, welches ein Fernsehturm ist und somit auch das höchste Bauwerk Tokyos!





Morgen beginnt mein Tag sehr früh um 06:00 Uhr. Es geht wieder zurück nach Osaka mit einem Zwischenstopp beim Nikko-Tempel. Und es wird meine erste Fahrt mit dem Shinkansen sein. Ich melde mich wieder aus Osaka und meinem alten Hostel bis dahin Knutscha.


Mittwoch, 12. September 2012

Tag 3: Osaka die 2.

Diese Stadt fesselt mich. So ein gigantischer Ausblick. Ich kann das wirklich nicht in Worte fassen...






Heute Nacht geht es wie bereits erwähnt nach Tokio. Mit dem Nachtbus von 22:35 bis 07:00 Uhr in der früh. Am Fuji vorbei Richtung Disneyland =)
Gestern habe ich noch mein Flug und Hotel für Okinawa gebucht. Das wird mit Sicherheit eines der schönsten Erlebnisse auf dieser Reise!

Dies hier war übrigends mein Zimmer

 

Also sag ich mal bis bald. Ich weiß nicht ganz genau wann ich das nächste Mal Internet habe. Ich muss nun auch auschecken. Ich melde mcih wieder aus der Hauptstadt. Gruß und Küsschen eure chanti.

Dienstag, 11. September 2012

Tag 2: Osaka kennen lernen

Nach einer nächtlichen Ruhe von ca. 2 Stunden dank Jetlag haben mein Nebengenosse und ich uns vorgenommen ein paar Formalitäten zu erledigen(die Nebenbei von den Japanern bisher nicht akzeptiert wurden...) und uns die schöne Stadt Osaka anzugucken.
Umzingeln von einem wunderschönem Park liegt die Burg (jap. 大阪城, Ōsaka-jō) auf einem kleinen Hügel.
-->!!!googlemaps bitte anklicken!!!<-- 
Gekrönt von einem wunderschönem Schloss, welches sogleich als Symbol der Stadt dien,t genießt man die Aussicht dort oben über die Skyline Osakas...

Gemeinsam haben wir den Sonnenuntergang genossen, der langsam hinter der Skyline der Stadt verschwand. ....Dazu muss ich sagen, dass ich bin wirklich verdammt froh mit jemandem gemeinsam solch tolle Momente zu erleben!.....
Danach wuselten wir noch ein wenig durch die Stadt und die Menschenmenge hindurch, bis wir wieder glücklich unsere U-Bahn-Station erreicht hatten, fuhren nach Hause und schmiedeten Pläne für die nächsten Tage. 
Eines kann ich schonmal sagen, es soll in 2 Tagen über Nacht nach Tokio gehen :D
                                           
                                                ----ICH FREU MICH RIIIIIIESIG!!!!----

Und nun ein Bild von der schööönsten Skyline, die ich bisher persönlich gesehen habe=)


Montag, 10. September 2012

Tag 0-1: Feiern-Ausziehen-Abschied nehmen

So da mir die letzten Tage einfach viiiiiel zu stressig waren, melde ich mich nun ganz offiziell vom japanischen Boden.
Um das ganze mal Revue passieren zu lassen. Ich durfte am Schalter zum Auschecken erstmal 1,5 std verweilen, letztendlich hat mein Charme den quierligen Japaner doch noch davon überzeugt mir das Touristenvisum in meinen Reisepass zu stempeln!! Danach ging es auch gleich weiter, wohin nun? Dass mein Hotel Tayo heißt ist ja schonmal ganz toll, aber wie hinkommen wenn es U-Bahnen gibt, die in alle möglichen Richtungen fahren, die verschiedenen Linien unzählbare Farben haben und auch noch mit lustigen Zeichen beschrieben sind, sodass ich nicht herausfinden konnte welches nun die ''Nankai-Line'' ist?
Nun gut, das bedeutet wohl mich mit dem gut bekleideten Herren hinter einem weiterem Schalter zu unterhalten. Nachdem 30 Minuten vergangen waren ich wusste dass ich auf den 2nd floor musste und die Line nr. 2 nehmen musste, klang es alles plötzlich so einfach...
Angekommen an der Haltestelle, die mich zum Hotel führen sollte, war ich wieder ein wenig aufgeschmissen. Diese Station hatte nun unzählige Ausgänge, die es mir nicht gerade einfach machten mich an meiner Karte zu orientieren, denn nirgends stand nun was für ein Ausgang das ist. Also wieder einen hübsch gekleideten man überfallen ihm eine Rede gehalten, wo ich denn hin muss und schon war alles geklärt. Für ihn zumindest...
Also nun raus da stand ich auf der Straße und dachte mir, mh die Ampel leuchtet aber mit einem hübschen grünen Männchen geh ich doch mal auf die andere Straßenseite. Kam mir doch direkt ein japanischer Straßengänger schier entgegengesprungen, zwang mir seine unglaublich großartige Hilfsbereitschaft auf und durch ein paar mal die Straßenseite hin und her gewechselt stand ich nun doch endlich vor meinem Hotel.
Unglaublich aber geschafft kam ich an, klärte alles ab und bekam ein kleines Zimmer für mich ganz allein. Ich muss sagen: Hier fühl ich mich wirklich wohl. Nachdem ich es mir ein bischen gemütlich gemacht hatte klapperte und krachte mein Nebenbewohner an seiner Tür herum, sodass ich doch mal rausgucken wollte, ob man ihm denn behilflich sein könnte. Und siehe da ein Deutscher aus Hamburg ist in mein Nebenzimmer eingezogen. Spontan fingen wir das plaudern an und zogen auch wenige Minuten später los um Osaka um 3 Uhr nachts ein wenig besser kennen zu lernen. Spontan muss man eben sein! ;)
So, das war mein erster Tag!! Ein ganz guter Start in das neue Leben nicht wahr?
Seid geküsst ein kleines Bild von unserem Nachtbummel habe ich natürlich auch noch für euch


Freitag, 7. September 2012

Tag -3: Mein Geburtstag

Für die liebsten an meinem Geburtstag ''Sushi selbst gemacht'', war doch ganz okay, oder??? ;)


Dienstag, 4. September 2012

Tag -5: Post aus Japan!!!

WAHNSINN, dass die Japaner es doch tatsächlich noch geschafft haben mir 7 Tage! vor Abflug mein ''Letter of Eligibility'' zu schicken um mein Visum zu beantragen??......naja immerhin noch in diesem Leben;)