Samstag, 29. September 2012

Tag 20: Einkaufen im Supermarkt

Heute am 29.09.2012 ging eine weitere schlaflose Nacht ins Land.
Um Himmels Willen war ich froh, als die 2 Holländer heute das Hostel verließen und durch 2 sehr angenehme Mitbewohner aus Island und Großbritanien ersetzt wurden.
So rücksichtslose Europäer unverschämt^^

Einen Supermarkt wollte ich heute mal ausfindig machen, denn diese Lust nach etwas Frischen wird immer Größer. VITAMINSCHOCK benötigt!!!!!

Zwischen den Preisen von einer Kartoffel für 1,50€, oder 10 Trauben für 7,80€, habe ich  mich dann zu den einzelnen Salatblättern durchgequält und ergriff mir ein 150g leichtes Bündel mit 10 verschiedenen Salatblättern. Ich lag es in meinen Einkaufskörbchen und ging weiter zu den Gurken.
Für eine Gurke, die so ungefähr die Größe einer sauren Gurke in klein hatte, wollten die doch tatsächlich 2 € haben. Na gut dachte ich...ich brauch dich jetzt einfach...und nahm sie mit...
Vorbei an sämlichen Fisch- und Fleischtheken ergraf ich noch einen frischen Lachs für nur 2 €/200g, worüber ich doch sehr überrascht war und begab mich zur Kasse.
Ich legte meine 5 Sachen die mir in dem viel zu großen Einkaufskorb total verloren vorkamen auf die Kasse und bezahlte mit 16 €...

Da war mein absolutes Höchstmaß an Gefühlen ausgereizt, was mein Shoppingerlebnis in Japan betrifft.
Wenn das kleine Körbchen doch wenigstens voll gewesen wäre :o

So schriet der Tag dann voran. Es war schon wieder 17 Uhr, als die Finsternis eintrat und ich Platz im Hostel auf einer gemütlichen Couch gefunden hatte.
Heute mal kein Tempel, kein Schrein, oder sonstige Burgen. morgen werde ich eine Fahrt zu meinem International House antreten um zu wissen, wo ich zukünfig nächtige.

Bis morgen

PS: Ich vermisse Brot mit Körnern!!

Freitag, 28. September 2012

Tag 19: Endgültig angekommen in meiner Studentenstadt Kyoto!

Gestern noch auf den Okinawa Inseln und heute schon wieder im völligen Trubel einer Großstadt aufgewacht.
In einem 4-er Bett Zimmer bekam ich ca. 4 Stunden Schlaf, da einer der Bettgenossen lautstarke Schnarchgeräusche von sich gab...Hai sōdesu ( ja so ist das...)
Um nun das Beste aus den angebrochenen Tag zu machen und um meine zukünftige Heimat für die nächsten 6 Monate kennen zu lernen, machte ich mich als erstes auf den Weg zum Turistenbüro, um mir sämtliche Karten zu besorgen, die Buspläne, Metro-Linien, Schreine, Tempel und Sonstiges beinhalteten.
Raus aus dem Büro und rein in den ersten Bus, kam ich an einem sehr sehenswerten Tempel an.
Eine kleine Anlage am Hang eines Berges.
Komplett umwaldet war dieser von Bambusbäumen und allen nur möglich anderen Baumarten.
Mit einem sanften Moosbett, auf dem die verschiedenen Anlagen Platz fanden, wurde das Ganze dann noch abgerundet.


Wunderschön wurde auch der Zen Garten mit verschiedenen Wasserspielen hergerichtet. Man begab sich durch wunderschön gestaltete Kiesstrukturen, über kleine niedliche Brücken, die einem den Weg durch den Wald zeigten und auf kleine gestaltete Plätze, die einem wunderbare Sichten auf den Haupttempel zuließen.


So langsam spürt man auch, dass der Herbst herantritt. Klar bei immernoch knapp um die 30°C ist das nicht gerade leicht vorzustellen, doch man merkt es ganz eindeutig an der langsamen Verfärbung der Blätter und dem Licht.
Wunderschön schien es durch die Bambusbäume und Sträucher und gab ein perfektes Bild auf den moosüberwachsenen Boden ab.


Unterwegs traf man dann auch einige verrückte Japaner, die einem immer mal wieder den Weg kreuzen...:)

Das erste Mal seit ich in Japan bin, habe ich mir Zeit genommen bzw. Zeit gefunden, um mich endlich einmal hinzusetzten und eine kleine Zeichnung für mich anzufertigen

 

An der Stelle traf ein Italiener auf mich, ein sogenannter Gigolo, wie ich für mich später herausfand.
Naja eine kleine Abwechslung kam mir auch irgendwie gelegen. Um 17:15 Uhr sind wir dann aus dem Tempel herausgeschmissen worden, denn diese schließen eigentlich schon um 17 Uhr.
Danach wollten wir noch ein Torii im Süden der Stadt besichtigen, aber nach wirrer Umherfahrerei fanden wir uns dann in einer Sushi Bar wieder. Mhhh...
Also das Sushi hier kann man mit dem aus Deutschland einfach üüüberhaupt nicht vergleichen!!!

So was ich morgen mache weiß ich noch überhaupt nicht. Nach 3 Wochen Herumreiserei bin ich eigentlich auch mal ganz glücklich meine Ruhe zu haben. Aber wie ich mich kenne, werde ich morgen schon wieder halb Kyoto besichtigt haben :P
Ihr werdet es erfahren! Machts gut bis dahin Sore made :-*

Mittwoch, 26. September 2012

Tag 18: Taifun JELAWAT ist im Anmarsch...

Heute war nun also der vorerst letzte volle Tag auf Okinawa. Wo ich den verbracht habe, seht ihr hier:


Ich war also beim Cap Busena. Der schönste Strand der Hauptinsel Okinawas, neben dem besten Hotel namens The Busena Terrace Beach Resort.

Als kleiner Einwurf: Eigentlich wollte ich heute Schnorcheln gehen. Doch der liebe Taifun Jelawat hat mir durch sämtliches einen Strich durch die Rechnung gezogen. Nicht nur dass ich nicht Schnorcheln konnte, nein. Als Ausweichsmöglichkeit hatte ich mir überlegt mit der Fähre auf eine kleine tropische Nachbarinsel zu fahren, doch leider fuhr heute nur eine Fähre hin und nicht wieder zurück...Kayak konnte ich auch vergessen durch einen Anruf der getätigt wurde, also blieb mir nichts anderes übrig, als mich in den nächsten Bus zu setzten und einfach mal gen Norden zu fahren. Da mein Marco Polo Reiseführer meinte, dass ca. 2 Std von hier entfernt der beste Strand wäre, machte ich mich auf den Weg. Und so bin ich nun dort gelandet.

Ich muss wirklich sagen, der Reiseführer hat diesmal nicht gelogen. (beim letzten mal meinte er ich könnte ein Robotermuseum in Osaka besichtigen, nach einem Anruf bei angegebener Nummer stellte sich herraus, dass niemals eine Besichtigung möglich gewesen wäre. Sie haben es aber so sehr angepriesen, dass man doch unbedingt vorher einen Termin ausmachen müsste...)

Der Strand setzte dem von gestern echt nochmal ein I-Punkt oben drauf. Noch ein Wenig klarer, noch ein wenig kräftigeres Türkis. Schon als ich im Bus saß konnte ich es kaum noch erwarten auszusteigen. Es ist doch wirklich unglaublich dass derart klares Wasser in freier Landschaft existiert.

Nun, ich entschied mich hier in der Nähe an einem Wasserprogramm teilzunehmen, was 2 Dinge beinhaltete. Einmal das Überfahren der Korallenriffe mit einem walartig geformten Schiff. Indem war ein Teil des Bodens aus Glas, sodass man sehen konnte was unter einem passiert.
Und zum anderen das sogenannte Underwater Observatory. In dieses konnte man bis zu 4m unter dem Meeresspiegel hinabsteigen und durch Bullaugen in das Meer Hinausschauen und Begutachten was dort so herumfleucht:)
Angetroffen habe ich dort Memo, einen Schmollippenmund, schöne Schwärme, Seesterne und vieles vieles Andere. Ein paar der schönsten Fische werde ich euch mal zeigen.
 






      

         
Nach diesem wunderschönen Specktakel bin ich den Strand entlang spaziert und habe vielen beim Jetski fahren zugeschaut, einer kleine Familie, die Schnorcheln gegangen ist (warum auch immer das hier funktioniert hat) und habe mich noch ein wenig hingelegt und gesonnt bevor ich zurück ins Hotel gefahren bin.


So und hiermit sag ich dann good bye Okinawa !!! Und bitte lieber Jelawat, lass mich wieder heil in Osaka landen...Taifun Jelawat


Dienstag, 25. September 2012

Tag 16-17: Okinawa- ein Traum wird wahr

Viel kann ich gar nicht sagen:)
Der Flug war toll, darauf habe ich mich riesig gefreut. Leider war er mit ein paar kleinen Turbulenzen, was nicht sehr angenehm war, aber nun, ich bin ja heil angekommen...Ich hoffe der Taifun lässt das auf dem Rückweg auch zu :o
Naja nun erstmal das Schöne :D
Mein Hotelzimmer ist prima. Endlich ein eigenes sauberes Bad, ein großes schönes Bett und einen schönen Blick über die Dächer Okinawas. Sogar ein Frühstück bekomme ich dazu. Das erste mal seit 2 Wochen, dass ich ein Brötchen mit 3 Körnern im Teig gegessen habe. Juchei, was für ein Erlebnis :P
So ich schweige ihr genießt, die Bilder sprechen eh Bände. Eines sei nur gesagt: Hier will ich nicht mehr weg!!!


 
  Spür ich da etwas Neid?:D gute Nacht:-*










Montag, 24. September 2012

Tag 14-15: Shoppen in Osaka

Abends nach Osaka zurückgekehrt, freute ich mich auf mein altes Hostel und den liebsten Inhaber :)
Ich nahm meine 7 Sachen und suchte mein Zimmer auf. Ich schlief...12 Stunden...
Da ich in Osaka nun schon alles Wichtige gesehen habe, beschloss ich einfach mal die Einkaufspassagen durchzugehen, in denen man auch so manches erleben kann. Einer schrie lauter als der Andere. Aus jedem Shop kam zusätzlich unglaublich stark tönende Musik. Zwischendrin Spielkasinos, genannt Pachinko in denen die Japaner nach getaner Arbeit ''Ruhe und Entspannung'' suchen?? (Ich würde durch drehen nach einem bingeling Ton nach dem anderen)
Stellt euch vor ihr seid auf einem Jahrmarkt. Dort gibts doch immer diese Kraken, mit denen man Plüschtiere catchen kann. Kennt ihr die Musik, die in Dauerschleife ertönt? Ja? Nervig ne? Und jetzt stellt euch das 5 Mal so laut vor. ganz genau und die Japaner entspannen hier...unglaublich was?
Hier mal ein kleiner Vorgeschmack und die Boxen einmal voll aufdrehen, damit es auch wahrheitsgemäß rüber kommt :)


Osaka Einkaufspassage

Viel mehr habe ich in den 2 Tagen nicht gemacht, außer alle meine Sachen gepackt, da es nun auf nach Okinawa geht...jipeeee

Tag 12-13: Hiroshima Part 2 und eine aufregende Kajakfahrt

Der nächste Tag begann. Ich war schon voller Vorfreude, denn vor einer Woche hatte ich mir diesen Tag schon rot im Kalender angestrichen. Es sollte rausgehen auf das offene Meer. Ich in einem Kayak. Hindurch das rote hölzerne Torii des Itsukushima Schreins.
Aufgeregt machte ich mich auf den Weg zum Paddle Park.
Es war nur eine Haltestelle von meinem Hostel entfernt. Ich lief die Straßen entlang. Es war heiß...sehr heiß...

Nun sollte es losgehen. Gemeinsam mit dem Paddle-Park-Inhaber saß ich in einem Kayak. Desweiteren sind noch 2 japanische Mädels vorbeigekommen, die sich übrigends für diesen Tag extra die volle Montur samt Schuhen, Anzug plus Jacke besorgt haben (mind. 200€ :o)und noch ein weiterer Japaner, der Präsident von irgendwelchen Kaffeeplantagen war oder so...ich hatte mich schon gewundert warum die sich am Anfang so tief und ganz wild bei der Begrüßung verbeugten.
Übrigends, es ist ganz normal in Japan, dass man als Erstes gefragt wird wie man heißt und das darauf sofort die Frage folgt, was man macht. Dies hat den Grund, damit der Japaner weiß, wie er den Gegenüber begrüßen soll. Derjenige, der einen niedrigeren Stand hat verbeugt sich tiefer.
So weiter im Text.
Wir ließen unsere Kayaks an einer kleinen Anlegestelle zu Wasser. Nahmen Platz und fuhren durch eine enge Unterführung hindurch. Die Flut befand sich gerade an ihrem Höhepunkt, deshalb musste ich mich stark bücken, als wir hindurch fuhren.
Als wir nun hindurch waren und schon eine Weile auf dem Meer fuhren, spürte ich auf einmal etwas Glitschiges an meinem Arm. Hat der gute Masashi(Kayak guide)sich doch tatsächlich ne Qualle geschnappt und sie heimlich mich betatschen lassen :D Hier auf den rechten Bildern ist der ganze Trupp zu sehen:)
Langsam kamen wir unserem Torii immer näher.
Mit unserem Kayak fuhren wir hindurch und strandeten dann auf der Insel Miyajima.
Masashi lud uns alle dann auf einen landestypischen Kuchen ein.


Wie gestern schon kurz erwähnt, Momiji-manju. Momiji ist das Blatt des japanischen Ahornbaumes. Wird durch eine Art Waffeleisen hergestellt und gefüllt mit Schokolade, rote Bohnen, Frischkäse, Bananencreme etc. Die gibt es warm wie kalt und wie Sand am Meer hier in Hiroshima. Unglaublich lecker!



 Dazu wurde dann noch der allgegenwärtige grüne Tee gereicht. An diesem Tag auf Eis. Was mir sehr entgegen kam.
Wir liefen noch ein Wenig über die Insel und machten uns dann zurück ans Ufer.


Zurück durch das Torii begannen wir und auf die Heimreise des anderen Ufers...
Ich hoffe ihr könnt das Video sehen=)


Abends bin ich dann noch nach Hiroshima reingefahren, da mein Ladekabel für den Laptop kaputt gegangen war, wollte ich mir schnellstmöglich ein neues kaufen.
Ach du meine Güte war das eine schwere Geburt. ich habe schließlich 1,5 Std in diesem Laden verbracht. Die haben sämtliche Onlinechecks durchgeführt, ob und wenn dieses Ladekabel mit meinem Laptop kompatibel ist, dass er nicht ''broken'' geht oder sämtliches. Ich habe sie einfach mal machen lassen und letztendlich habe ich mich gegen deren Willen entschieden. Einfach das Kabel mitgenommen, welches mit meinem Anschluss übereinstimmt und siehe da, nun bin ich ja wieder unter euch :P

Da es nun schon relativ spät war (19 uhr) und alles dunkel, wollte ich trotzdem einen Blick auf den ''bomb-dome'' werfen, der bei Nach stark beleuchtet wird.


Doch am nächsten Tag ging ich bei Tageslicht auf den Friedenspark, um auch das Gelände drumherum besichtigen zu können. Was als bester Tipp in ein jedem meiner Reisebücher steht.

Die Haltestelle direkt am ''A bomb dome'' lief ich dort entlang in den Friedenspark hinein. Auf diesem ist ein Kinderdenkmal gesetzt für ein kleines Mädchen (Sakado Sasaki), die bei dem damaligen Anschlag 4 jahre alt war. Sie erkrankte an Leukämie. Während ihrer Krankheit beschloss sie 1000 Kraniche aus bunten Papier zu falten und setzte sich damit den Glauben, danach von ihrer Krankheit erlöst zu sein. Doch sie schaffte nur 663 Stück als sie verstarb. Sie wurde 12 Jahre alt. Menschen aus allen Landesteilen stellten die restlichen her und schmückten ihr Grab mit 1000 Kranichen.
Noch heute sieht man überall gefaltete Papierkraniche, als Zeichen des Friedens.
Diese Kraniche auf dem Bild sind ihre selbt gefalteten ausgestellt im Friedensmuseum.

























Das Friedensmuseum. Ich dachte mir, wenn ich einen Kulturschock brauche, dann hole ich ihn mir hier. Doch das Museum war wirklich sehr interessant. Für 50 Yen, was umgerechnet 50 Cent Eintritt sind und einen deutschen guide für zusätzlich umgerechnet 3 € sagte ich nicht nein.
4 Stunden verbrachte ich hier. Ich wollte gar nicht raus so gefasst hat es mich. Unglaublich zu was Menschen fähig sind. Man hat Videos gesehen. Bilder, 2 Stunden nach der Katastrophe. Erzählungen der Opfer, die teilweise heute noch leben. Einfach unfassbar. Hier mal ein nachgestelltes Modell wie es davor und nach dem Bombenabwurf aussah.


Alles platt...das Gebäude mit dem grünen Kuppeldach ist der heutige ''a bomb dome''.
Sogar noch knappe 2 km vom Hypocenter entfernt hatte die Bombe so große auswirkungen, dass sie sogar Uhren zu diesem Zeitpunkt zum stehen gebracht hat...


Draußen im Park auf dem das Friedensmuseum steht, wurde ein Zenotaph errichtet. Ein leeres Grabmal. Seine ewige Flamme soll so lange brennen, bis die letzte Nuklearwaffe auf der Welt abgeschafft ist. Jedes Jahr am 6. August um 08:15 Uhr, versenkt Hiroshimas Bürgermeister hier eine Pergamentrollöe tief in die Erde. Das Dokument verzeichnet, wer in den letzten 365 Tagen an einem späten Strahlentod starb(ca.5000 Menschen im Jahr).

Nach diesem Besuch machte ich mir noch viele Gedanken über das Geschehene.
Ich schlenderte noch ein wenig durch die Straßen. Durch die berühmt berüchtigte Chinatown, wo so viel Leben herrscht, dass man gar nicht denkt hiroshima sei einmal etwas Schreckliches passiert.
Der Tag klang langsam aus und ich machte mich zurück auf den Weg ins Hostel.
Am nächsten Tag ging es nach Osaka zurück.